Eine freie Sicht auf die Schneekoppe war für die Schlossbesitzer im Hirschberger Tal eine Pflicht. Der geniale Gartengestalter Peter-Joseph Lenné schuf die entsprechenden Sichtachsen zum höchsten Gipfel des Riesengebirges. Schon Goethe schwärmte vom Sonnenaufgang auf der Schneekoppe und bis heute zieht der Berg mit seiner oft schneebedeckten Spitze die Touristen an.

Von Karpacz (Krummhübel) am Fuße der Schneekoppe führen verschiedene Wanderwege zum Gipfel in 1.602 Metern Höhe. Mit vergleichsweise geringer Steigung geht es von der Norweger-Kirche Wang in gut sechs Stunden zum Gipfel und zurück. Andere Routen sind kürzer, haben aber auch mehr Steigung. Wer es einfacher haben möchte, nimmt vom oberen Ortsteil in Karpacz den neu gebauten Sessellift zur 1.350 Meter hoch gelegenen Kopa (Kleine Koppe). Von dort ist sind es zu Fuß noch etwa eine Stunde vorbei an der alten Schlesierbaude zur Schneekoppe.

In den Wintermonaten sind im Bereich der Kopa mehrere Lifte und Pisten für Skifahrer in Betrieb, in den übrigen Monaten sind dort zahlreiche Wanderer unterwegs. So kann man in etwa acht Stunden bequem auf Kammweg entlang der polnisch-tschechischen Grenze bis zum Berg Szcrenica (Reifträger) bei Szklarska Poręba (Schreiberhau) wandern.

Von der Spitze der Schneekoppe bietet sich eine fantastische Aussicht über das Riesengebirge und die Vorgebirgslandschaft. Schon seit 1681 trotzt die kleine hölzerne Laurentius-Kapelle Wind und Wetter. Gleich nebenan befindet sich die futuristische Wetterwarte. Das Restaurant in dem Gebäude ist momentan geschlossen, aber gleich nebenan gibt es auf tschechischer Seite einen Kiosk. Dort befindet sich auch die Endstation einer Gondelbahn, die vom tschechischen Ferienort Pec (Petzer) aus direkt zur Spitze des Bergs führt.

Vor oder nach der Wanderung zur Schneekoppe bietet sich eine Besichtigung in Karpacz an. Größte Attraktion ist die Kirche Wang, die im 13. Jahrhundert in Südnorwegen erbaut wurde und im 18. Jahrhundert durch Vermittlung der Gräfin von Reden, Besitzerin des Anwesens in Bukowiec (Buchwald) in ihren Einzelteilen nach Karpacz gebracht wurde. Dort wird sie bis heute von der evangelischen Gemeinde als Gotteshaus genutzt. Sehenswert ist auch die multimediale Ausstellung über Sagen und Mythen des Riesengebirges Karkonoskie Tajemnice“ in der ul. Mickiewicza 1a.