Ex-Ministerpräsident Tillich referiert auf dem Schloss

Hochkarätige Referenten und ein vielfältiges Programm prägen die fünfte Winterakademie des Schlosshotels in Pakoszów (Wernersdorf). Zu den Teilnehmern der einwöchigen Veranstaltung vom 9. bis zum 15. Februar gehören der ehemalige sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich und der Chef der Museen in Wrocław (Breslau), Dr. Maciej Łagiewski.

Die Winterakademie im barocken Schlosshotel hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Institution entwickelt, in der sich deutsche und polnische Experten vor allem der Geschichte und Kultur Schlesiens widmen. Das luxuriöse Schlosshotel spiegelt selbst die wechselhafte Geschichte der Region wider. Einst im Besitz reicher Leinenhändler aus Hirschberg, war es nach dem Zweiten Weltkrieg immer mehr verfallen, bevor das Gebäude von Nachfahren der letzten deutschen Besitzer, einem Ärztepaar aus dem Saarland, übernommen und wiederaufgebaut wurde.

Teilnehmer der exklusiven Winterakademie erwartet im Februar ein vielseitiges Programm vor Ort und in der Region. So befassen sich Vorträge mit der Geschichte der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal, dem Bauhaus in Schlesien oder der Denkmalpflege. Ex-Ministerpräsident Tillich widmet sich der Geschichte, Kultur und Sprache der Sorben. Ein Ausflug führt ins nahegelegene Breslau, wo unter anderem Besichtigungen des Jüdischen Friedhofs sowie der Universität geplant sind. Museumschef Łagiewski widmet sich in seinem Vortrag den Nobelpreisträgern aus Schlesien, deren Kreis sich kürzlich durch die Schriftstellerin Olga Tukarczuk erweitert hat. Eine weitere Exkursion widmet sich der Geschichte des böhmischen und schlesischen Glases. Sie führt unter anderem zu der unweit von Bolesławiec (Bunzlau) gelegenen Showglashütte „Studio Borowski“.

Die Teilnehmer werden in dem 5-Sterne-Hotel übernachten. Das Programm umfasst die Nutzung des SPA-Bereichs mit Schwimmbad, Frühstück und Abendessen, ein festliches Galadinner im Barocksaal des Schlosses sowie alle Ausflüge und Eintritte. Schloss Wernersdorf liegt am Rande des Riesengebirges, nur wenige Kilometer von dem Kurort Cieplice (Bad Warmbrunn) entfernt.