Urlaubsbedingungen weiter gelockert

Einen Monat nach Wiedereröffnung der polnischen Hotels kehrt langsam ein Stück Normalität ins Hirschberger Tal der Schlösser zurück. Im Schlosshotel in Karpniki (Fischbach) fand Ende Mai bereits wieder die erste Hochzeitsfeier statt, im Hotel Pałac Łomnica (Lomnitz) haben die beliebten Hofläden wieder geöffnet und auch die Hotelrestaurants dürfen wieder Gäste empfangen. Weitere Lockerungen gelten seit Anfang Juni. So sind etwa Familienfeiern, Messen und Konferenzen sowie Kulturveranstaltungen wieder möglich.

Zuletzt lagen die Inzidenzzahlen landesweit sogar unter einem Wert von 10 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner. Inzwischen sind auch über 20% der Bevölkerung bereits komplett, knapp 40% zum ersten Mal gegen das Corona-Virus geimpft. Wer nach Polen reist muss zwar nach wie vor einen negativen Test (PCR, Antigen) mit sich führen, der nicht älter als 48 Stunden ist, um eine zehntägige Quarantäne zu umgehen. Polen selbst ist seit dem 30. Mai laut Robert Koch Institut aber kein Risikogebiet mehr. Demnach können Reisende ohne Testnachweis nach Deutschland zurückkehren und müssen auch keine anschließende Quarantäne einhalten. Ein Urlaub mit Abstand im Hirschberger Tal ist somit wieder ein Stück greifbarer für Gäste aus Deutschland geworden.

Ab Juni mehr Freiheiten

Aus Sicherheitsgründen sollten sich Polenliebhaber aber solange sie nicht vollständig geimpft sind oder eine Covid-Erkrankung überstanden haben weiterhin regelmäßig auf eine Infektion testen lassen. In Polen selbst gelten immer noch pandemiebedingte Einschränkungen und auch die Abstands- und Hygieneregeln bleiben obligatorisch. Dabei ist zu beachten, dass die Maskenpflicht nur noch in geschlossenen Bereichen wie Gebäuden, Shopping Malls oder Firmengeländen gilt. Auch die neue Freiheit in den Hotels ist weiterhin mit gewissen Einschränkungen verbunden. So darf auch im Juni nur die Hälfte der Betten belegt werden und auch in den Restaurants sind nur 50 Prozent der Plätze freigegeben.

Dennoch hat die Regierung bereits zum 6. Juni die Zahl der Gäste bei privaten Veranstaltungen wie Hochzeiten, Geburtstags- oder Trauerfeiern auf bis zu 150 heraufgesetzt. Hierbei zählen vollständig geimpfte oder genesene Personen nicht mit. Ebenso sind seit Anfang Juni wieder Messen und Konferenzen möglich. Hier gilt eine Beschränkung von einer Person pro 15 qm Raum. Die gleiche Begrenzung gilt bei Indoorspielplätzen für Kinder, die nun auch wieder öffnen dürfen.

Schlosshotels atmen auf

Im Hirschberger Tal arbeiten die Teams der Schlosshotels wieder auf Hochtouren. Besonders gefreut haben sich die Betreiber auf die Wiederaufnahme des Kulturbetriebs. So können Besucher des Schlosshotels Lomnitz nicht nur alle Hofläden und das Schlossmuseum wieder besuchen. Ende Mai begann auch bereits die neue Konzertreihe „Muzyczne Niedziela“. Diese „Musikalischen Sonntage“ finden während der Saison alle zwei Wochen an verschiedenen Orten der Schloss- und Gutsanlage statt.

Ein ganz besonderes Kulturevent soll in diesem Jahr auch wieder stattfinden. Die Stiftung „Dolina Pałaców i Ogrodów“ (Tal der Schlösser und Gärten) plant für Mitte August eine neue Ausgabe des „Festival dell Arte“. Als Kulisse für die Ausstellungen, Konzerte und Performances dienen die historischen Schlossensembles der Region sowie weitere sakrale und weltliche Sehenswürdigkeiten.

Die Zeit der Schließungen nutzten alle Hotels für Renovierungs- und Pflegearbeiten. Im Schloss Wernersdorf wurde letzte Hand am neuen exklusiven Seehaus angelegt, das den Gästen mit seinen 23 Zimmern und zwei Appartements rechtzeitig zur Sommersaison zur Verfügung stehen soll. Gerade in Corona-Zeiten können die schön restaurierten Hideaways im Hirschberger Tal mit Ruhe, Abstand und viel Natur für sich werben. „Bei Wanderungen in den nahegelegenen Falkenbergen oder auf dem Landeshuter Kamm kann man nicht nur die schöne Landschaft genießen, sondern begegnet nur selten anderen Menschen“, weiß Elisabeth von Küster, Chefin von Schloss Lomnitz. Auch andere Schlosshotels in der Region bestätigen eine steigende Nachfrage von deutschen Großstädtern, die im Sommer in den herrschaftlichen Gemächern eine kleine Auszeit verbringen und sich ein wenig verwöhnen lassen möchten.