Ausflugstipps Archive — Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten https://talderschloesser.de Neuigkeiten aus der Region des Hirschberger Tals bei Jelenia Góra Wed, 06 Oct 2021 13:08:57 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.7.2 Herbstliches Treiben auf Schloss und Gut in Łomnica https://talderschloesser.de/herbstliches-treiben-auf-schloss-und-gut-in-lomnica/ https://talderschloesser.de/herbstliches-treiben-auf-schloss-und-gut-in-lomnica/#respond Wed, 06 Oct 2021 13:08:57 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2775 Endlich ist es wieder so weit: Schloss und Gut Lomnitz laden ein, den goldenen Herbst zu feiern. Am 9. und 1o. Oktober findet ein großer Markt mit regionalen Produkten, Musik und ein buntes Unterhaltungsprogramm statt. An beiden Tagen findet auf dem Gutshof und in der Gutsscheune von Lomnitz von 11 bis 18 Uhr der traditionelle [...]

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Endlich ist es wieder so weit: Schloss und Gut Lomnitz laden ein, den goldenen Herbst zu feiern. Am 9. und 1o. Oktober findet ein großer Markt mit regionalen Produkten, Musik und ein buntes Unterhaltungsprogramm statt. An beiden Tagen findet auf dem Gutshof und in der Gutsscheune von Lomnitz von 11 bis 18 Uhr der traditionelle Erntedankmarkt mit Oktoberfest statt.

Mehrere private Brauereien aus der Umgebung laden zur Verkostung ihrer handwerklich gebrauten Biere ein. Regionale Erzeuger und Produzenten aus ganz Niederschlesien präsentieren an den Ständen gesunde Lebensmittel, Kunsthandwerk und andere Spezialitäten. Dazu erklingt an beiden Tagen Musik der Band DIXIELAND.

Wer nach der Probe der lokalen Biere die Nacht vor Ort verbringen will, finden in den verschiedenen Gebäuden des Schloss- und Gutsensembles eine große Auswahl an Zimmern und Appartements. Schloss Lomnitz liegt unweit von Jelenia Góra (Hirschberg), eine gute Autostunde von Görlitz entfernt.

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Die Milchstraße zum Greifen nah https://talderschloesser.de/die-milchstrasse-zum-greifen-nah/ https://talderschloesser.de/die-milchstrasse-zum-greifen-nah/#respond Tue, 29 Sep 2020 11:51:10 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2711 Im Isergebirge können Besucher im Sternenmeer baden Es gibt in Mitteleuropa immer weniger Orte, an denen sich der Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht zeigt. Das Isergebirge im polnisch-tschechischen Grenzgebiet ist einer davon. Wer seinen Urlaub in einem der Schlosshotels im Hirschberger Tal verbringt, sollte bei klarem Wetter unbedingt einen abendlichen Abstecher dorthin einplanen. Elektrisches Licht [...]

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Im Isergebirge können Besucher im Sternenmeer baden

Es gibt in Mitteleuropa immer weniger Orte, an denen sich der Sternenhimmel in seiner ganzen Pracht zeigt. Das Isergebirge im polnisch-tschechischen Grenzgebiet ist einer davon. Wer seinen Urlaub in einem der Schlosshotels im Hirschberger Tal verbringt, sollte bei klarem Wetter unbedingt einen abendlichen Abstecher dorthin einplanen.

Elektrisches Licht macht die Dörfer und Städte, Straßen und Industrieparks zwar gefühlt sicherer, lässt nach Sonnenuntergang aber auch immer weniger Licht aus dem Weltall auf die Erde durchdringen. Das tschechisch-polnische Isergebirge ist einer der letzten Orte in Mitteleuropa, wo diese „Lichtverschmutzung“ kaum bis gar nicht hingelangt. Darum wurde dort schon 2009 der „Izery Dark Sky Park“ als grenzübergreifendes Lichtschutzgebiet der Anrainergemeinden gegründet.

Federführend bei der Konzeption des rund 74 Quadratkilometer großen Parks waren die Astronomischen Institute der Universität Wrocław (Breslau) und der Tschechischen Akademie der Wissenschaften. Sie hatten das Isergebirge gewählt, weil es extrem dünn besiedelt ist und dennoch nicht weit entfernt von wichtigen touristischen Orten beiderseits der Grenze. Im benachbarten Riesengebirge stöört das Licht der umliegenden Ferienzentren hingegen die Sicht zum Sternenhimmel.

Zu erreichen ist der Park von der polnischen Seite aus etwa vom direkt an der Grenze gelegenen Langlaufzentrum Jakuszyce (Jakobsdorf). Vom dortigen Parkplatz sind es rund vier Kilometer zu Fuß, mit dem Rad oder auf Langlaufskiern bis zur Adlerbaude (Schronisko Orle). Das 1754 in der einstigen Glasmachersiedlung Carlsthal errichtete Gebäude wird als Unterkunft und Raststätte für Wanderer betrieben und beherbergt ein kleines Museum zur Glasmacherei. Es liegt im südlichen Bereich des Parks, der sich entlang des Isertals vorbei am einstigen Dorf Groß-Iser bis zum Stóg Izerski (Heufuder), dem Hausberg von Świeradów Zdrój (Bad Flinsberg) erstreckt.

Neben der eigentlichen Attraktion, dem nahezu „unberührten“ Sternenhimmel, haben die Projektverantwortlichen und ihre Partner rund um die Adlerbaude einige thematische Installationen für Tageslichtgäste aufgestellt. So können Besucher auf dem  Planetenweg auch bei Sonnenschein etwas über die Himmelsgestirne lernen. Eine als „Gnomon“ aufgestellte Granitskulptur zeigt, wie die Menschen bereits vor Jahrtausenden den Jahreszeitenhimmel über den Sonnenverlauf ablesen konnten. Wie daraus später ein Zeitmessgerät wurde, können Interessierte an der jahreszeitengenauen Sonnenuhr sehen, die an einer Ecke der Adlerbaude aufgehängt wurde.

Vom Frühjahr bis Herbst organisieren die polnischen und tschechischen Partner verschiedene Veranstaltungen im und Wanderungen durch den Sternenpark. Zu den Höhepunkten zählen das Tag- und Nachtfest oberhalb vom tschechischen Jízerka (Klein Iser) und das dreitägige Fotofest „Długie ekspozycje“ (Langzeitbelichtungen) an der Adlerbaude. Der Sternenpark ist nicht nur für Hobbyastronomen ein einzigartiges Erlebnis. Während die Zahl der mit bloßem Auge erkennbaren Sterne in beleuchteten Ortschaften bei etwa 500 liegt, schätzen die Wissenschaftler der Breslauer Universität ihre Zahl im Sternenpark auf rund 2000. Zudem seien entfernte Teile der Milchstraße sichtbar. So können Besucher auch mit einer durchschnittlichen Fotokamera mit Langzeitbelichtung eindrucksvolle Bilder machen.

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Friedenskirchen – Weltkulturerbe im Doppelpack https://talderschloesser.de/friedenskirchen-weltkulturerbe-im-doppelpack/ https://talderschloesser.de/friedenskirchen-weltkulturerbe-im-doppelpack/#respond Fri, 13 Mar 2020 09:06:25 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2524 Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 erhielten die evangelischen Christen in Niederschlesien das Recht auf drei eigene Gotteshäuser. Doch so leicht wollte es der katholische Kaiser Ferdinand III. seinen protestantischen Landeskindern nicht machen. Und so durften die neuen Kirchen nur unter strengen Auflagen erbaut werden – mit Lehm, Holz und Stroh, ohne Glockenturm und außerhalb [...]

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Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 erhielten die evangelischen Christen in Niederschlesien das Recht auf drei eigene Gotteshäuser. Doch so leicht wollte es der katholische Kaiser Ferdinand III. seinen protestantischen Landeskindern nicht machen. Und so durften die neuen Kirchen nur unter strengen Auflagen erbaut werden – mit Lehm, Holz und Stroh, ohne Glockenturm und außerhalb der Stadtzentren. Die Protestanten nahmen die Herausforderung an und bauten Kirchen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Außen schlicht, innen dafür umso reicher geschmückt und mit Platz für mehrere Tausend Gläubige. Die Kirche in Głogów (Glogau) fiel schon früh einem Brand zum Opfer, die beiden anderen in Świdnica (Schweidnitz) und Jawor (Jauer) gehören seit 2001 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Die 1957 fertiggestellte Friedenskirche in Schweidnitz bietet mit ihren zwei- und dreigeschossigen Emporen Platz für 7.500 Besucher. Sie ist im barocken Stil üppig ausgestattet. Blickfänge sind die Deckenmalereien, der Hochaltar mit seinen sechs Marmorsäulen sowie die Loge der Familie von Hochberg, Besitzer des nahegelegenen Schlosses Fürstenstein.  Die Kirche erhielt später einen separaten Glockenturm. Umgeben ist sie von einer etwa einen Kilometer langen Mauer. Auf dem Gelände befindet sich unter anderem das frühere evangelische Lyzeum, das heute als Gästehaus genutzt wird. Ins ehemalige Torhaus zog ein Café, im Glockenhaus gibt es ein UNESCO-Informationszentrum.

Sehenswert ist auch das Stadtzentrum von Schweidnitz rund um den Rynek (Marktplatz) mit dem aus dem 13. Jahrhundert stammenden Rathaus. Die Straßen der Altstadt sind mit prächtigen Bürgerhäusern aus der Zeit der Renaissance, des Barocks und des Klassizismus bebaut. Sehenswert ist auch die aus dem 14. Jahrhundert stammende katholische Pfarrkirche St. Stanislaus und St. Wenzel am pl. Jana Pawła II., deren 103 Meter hoher Turm zu den größten im Lande gehört.

Die Friedenskirche in Jauer steht der in Schweidnitz kaum nach.  Mit ihren vier Emporen bietet sie Platz für bis zu 6.000 Besucher. Die Emporen tragen 200 Gemälde, die auf Holz oder Flachsleinen aufgetragen wurden und  überwiegend Szenen aus dem Alten und Neuen Testament zeigen. Vollständig ausgemalt wurde auch die Kassettendecke. Wie in Schweidnitz verfügt sie über prächtige Logen und einen barocken Hochaltar.

Unweit von Schweidnitz liegt in Krzyżowa (Kreisau) das ehemalige Gut des Grafen von Moltke, einst Treffpunkt der Wiederstandsgruppe des „Kreisauer Kreises“. Das verfallenen Gut wurde zu einer Jugendbegegnungsstätte umgebaut. Auf dem ehemaligen Berghof erinnert eine Dauerausstellung an den Widerstand gegen die Nazidiktatur und die Bürgerbewegungen in Mittel- und Osteuropa.

Von Hirschberger Tal rund um Jelenia Góra nach Jauer sind es etwa 45, nach Schweidnitz rund 65 Kilometer.

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Fürstenstein – riesiges Schloss voller Geheimnisse https://talderschloesser.de/fuerstenstein-riesiges-schloss-voller-geheimnisse/ https://talderschloesser.de/fuerstenstein-riesiges-schloss-voller-geheimnisse/#respond Fri, 13 Mar 2020 09:04:13 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2527 Lust auf noch mehr Schlösser? Dann aber gleich richtig. Das auf einem Berg am Rande von Wałbrzych (Waldenburg) thronende Schloss Książ (Fürstenstein) ist mit seinen 400 Räumen das größte in Schlesien und das drittgrößte in ganz Polen. Im 13. Jahrhundert als Burg begonnen wurde es im Lauf der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut. Unter Fürstin Daisy [...]

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Lust auf noch mehr Schlösser? Dann aber gleich richtig. Das auf einem Berg am Rande von Wałbrzych (Waldenburg) thronende Schloss Książ (Fürstenstein) ist mit seinen 400 Räumen das größte in Schlesien und das drittgrößte in ganz Polen. Im 13. Jahrhundert als Burg begonnen wurde es im Lauf der Jahrhunderte immer weiter ausgebaut. Unter Fürstin Daisy von Pleß, einer Tante des britischen Premierministers Winston Churchill, wurde es ab Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Treffpunkt der europäischen High Society. Später okkupierten die Nationalsozialisten das Ensemble, und legten unter dem Schloss ein geheimnisvolles Labyrinth von Stollen und Kammern an.

Ein Rundgang führt durch mehrere repräsentative Räume des Schlosses, darunter den im Stil des Wiener Barocks üppig ausgestatteten Maximilianssaal, der sich über zwei Stockwerke erstreckt und früher für festliche Bälle genutzt wurde. Lohnenswert ist auch ein Rundgang über die zwölf unterschiedlich bepflanzten und mit Skulpturen oder Springbrunnen geschmückten Schlossterrassen.  Seit 2018 sind auch einige der unterirdische Räume und Gänge zu besichtigen. Vermutet wird, dass die Nationalsozialisten das Schloss zu einem neuen Hauptquartier für Hitler ausbauen wollten.

Umgeben ist Schloss Książ von einem rund 300 Hektar großen Park, in dem sich auch das 1844 gegründete staatliche Hengstgestüt mit seiner Reithalle aus Lärchenholz befindet. Auf dem Gelände werden regelmäßig Wettkämpfe im Dressurreiten sowie im Gespannfahren ausgetragen. Unweit des Schlosses kann zudem das historische Palmenhaus mit seiner Sammlung exotischer Pflanzen besichtigt werden.

In Waldenburg, der zweitgrößten Stadt Niederschlesiens, wurde über Jahrhunderte Kohleabbau betrieben. Auf dem Gelände der ehemaligen Grube Julia entstand 2014 der Themenpark Stara Kopalnia (Altes Bergwerk) mit einer multimedialen Ausstellung zur Geschichte des Bergbaus, einem Schaustollen sowie Räumen für Kunstausstellungen und Keramikwerkstätten. Unweit von Waldenburg liegt der kleine Kurort Szczawno Zdrój (Bad Salzbrunn) mit einem schönen Ensemble von historischen Kureinrichtungen sowie dem im 19. Jahrhundert angelegten Kurpark. Im ehemaligen Hotel zur Krone, dem heutigen Kurhaus Piastowska, wurden die Schriftsteller-Brüder Carl und Gerhart Hauptmann geboren.

Waldenburg ist per Bahn von Jelenia Góra (Hirschberg) erreichbar; vom Bahnhof Wałbrzych-Miasto verkehrt ein Bus bis Schloss Fürstenstein. Per Pkw sind es etwa 60 km vom Hirschberger Tal um Jelenia Góra zu Schloss Książ.

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Die Doppelstadt Görlitz – Zgorzelec https://talderschloesser.de/die-doppelstadt-goerlitz-zgorzelec/ https://talderschloesser.de/die-doppelstadt-goerlitz-zgorzelec/#respond Thu, 12 Mar 2020 13:10:36 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2603 Die 1945 gesprengte Altstadtbrücke über die Neiße war Jahrzehnte lang ein Symbol für die Trennung der Stadt. Seit dem Wiederaufbau zum EU-Beitritt Polens verbindet sie nicht nur die Schwesterstädte Görlitz und Zgorzelec, sondern ist auch ein Symbol für das Zusammenwachsen Europas. Das rund 55.000 Einwohner zählende Görlitz gilt mit seinen rund 4.000 Baudenkmälern als eine [...]

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Die 1945 gesprengte Altstadtbrücke über die Neiße war Jahrzehnte lang ein Symbol für die Trennung der Stadt. Seit dem Wiederaufbau zum EU-Beitritt Polens verbindet sie nicht nur die Schwesterstädte Görlitz und Zgorzelec, sondern ist auch ein Symbol für das Zusammenwachsen Europas.

Das rund 55.000 Einwohner zählende Görlitz gilt mit seinen rund 4.000 Baudenkmälern als eine der schönsten Städte Deutschlands. Bis heute zeugen die prachtvollen mittelalterlichen Bauten vom einstigen Reichtum der alten Tuchmacher- und Handelsstadt. Im 19. Jahrhundert entstand im Zuge der industriellen Revolution eines der bedeutendsten gründerzeitlichen Wohnviertel in Deutschland, das in den vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt saniert wurde.

Die interessantesten Bauwerke befinden sich am Untermarkt. Das Rathaus wuchs über mehrere Jahrhunderte zu seiner heutigen Größe. Die ältesten Gebäudeteile stammen aus dem 14. Jahrhundert. Gegenüber befindet sich der Schönhof im Stil der Renaissance, der heute die Sammlungen des Schlesischen Museums beherbergt. Die Brüdergasse verbindet den Unter- mit dem Obermarkt, wo sich mit der Kaisertrutz und dem Reichenbacher Turm Teile der alten Stadtbefestigung befinden. Die Nordseite des Platzes schmücken farbenfrohe Barockgebäude.

Südlich des Obermarkts befindet sich am Marienplatz der Jugendstil-Bau des früheren Karstadt-Warenhauses. Es wurde 1912-1913 um einen großen glasbedeckten Lichthof herum gebaut und ist bis heute weitgehend im Originalzustand erhalten. Das seit 2009 nicht mehr genutzte Gebäude bildete einige Jahre später die Kulisse für den Kinofilm „Grand Budapest Hotel“. Seit einigen Jahren wird das Gebäude saniert und soll als Luxuskaufhaus wiedereröffnet werden. Saniert wird auch die Anfang des 20. Jahrhunderts eröffnete neoklassizistische Stadthalle, die sich an der Stadtbrücke, nahe der Grenze zu Polen, befindet.

Mit der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec arbeitet Görlitz eng zusammen und plant für die Zukunft eine gemeinsame Verwaltung. Zgorzelec am östlichen Ufer der Neiße ist in den letzten Jahrzehnten stark gewachsen und zählt rund 40.000 Einwohner. Die neuen Einkaufszentren am Rande der Stadt werden auch von vielen deutschen Gästen besucht. Am Neißeufer wurden zahlreiche Gebäude saniert oder wiederaufgebaut. Dort entstand ein Boulevard mit zahlreichen kleinen Pensionen, Geschäften und Restaurants, aus denen man den Blick auf Görlitz genießen kann. Im Haus an der ul. Daszyńskiego 12 erinnern eine Gedenktafel und ein kleines Museum an den dort geborenen Schuhmacher und Philosophen Jacob Böhme. Ein paar Häuser weiter befindet sich das Muzeum Łużyckie, das sich der Geschichte der polnischen Lausitz widmet.

Von Görlitz nach Jelenia Góra sind es rund 70 km. Die Doppelstadt Görlitz/Zgorzelec bietet sich für einen Zwischenstopp auf der Reise ins Hirschberger Tal an.

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Nach Liberec (Reichenberg) und zum Berg Jeschken https://talderschloesser.de/nach-liberec-reichenberg-und-zum-berg-jeschken/ https://talderschloesser.de/nach-liberec-reichenberg-und-zum-berg-jeschken/#respond Thu, 12 Mar 2020 13:04:19 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2601 Wie ein Raumschiff sieht der 1973 fertiggestellte Fernsehturm auf der Spitze des Bergs Ještěd (Jeschken) aus, der innen über einige Gästezimmer und ein Restaurant im futuristischen Stil verfügt. Der Berg ist von der naheglegenen nordböhmischen Großstadt Liberec (Reichenberg) per Straßenbahn erreichbar. An den Berghängen gibt es ein Skigebiet mit mehreren Pisten und einer Sprungschanze. Liberec [...]

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Wie ein Raumschiff sieht der 1973 fertiggestellte Fernsehturm auf der Spitze des Bergs Ještěd (Jeschken) aus, der innen über einige Gästezimmer und ein Restaurant im futuristischen Stil verfügt. Der Berg ist von der naheglegenen nordböhmischen Großstadt Liberec (Reichenberg) per Straßenbahn erreichbar. An den Berghängen gibt es ein Skigebiet mit mehreren Pisten und einer Sprungschanze. Liberec ist mit gut 100.000 Einwohnern die größte Stadt im polnisch-tschechisch-deutschen Dreiländereck.

Reichenberg war schon seit dem 16. Jahrhundert ein Zentrum der Leinweberei und Tuchmacherei. Viele Bauwerke aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert künden noch von der früheren Blüte der Stadt, die auch als Wien des Nordens bekannt war. Das Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Rathaus mit seinen markanten Türmen im Zentrum der Altstadt gehört zu den markantesten Bauwerken von Liberec. Es entstand nach dem Vorbild des Wiener Rathauses.

Im Zentrum befinden sich weitere markante Gebäude, wie das ebenfalls Ende des 19. Jahrhunderts entstandene Stadttheater oder das moderne Bauwerk der Knihovna, einer wissenschaftlichen Bibliothek mit einer umfangreichen Sammlung von sudetendeutscher Literatur. Es entstand auf dem Gelände der 1938 zerstörten Synagoge. Nordöstlich der Altstadt befindet sich ein Viertel mit zahlreichen stattlichen Villen im Stil der Wiener Sezession oder der Neorenaissance. Dort befindet sich auch das Nordböhmische Museum. Es wurde 1895 als Gewerbemuseum eröffnet und verfügt unter anderem über große Sammlungen von Glas-, Keramik- oder Textilkunst. Das Museum ist bis Herbst 2020 wegen Umbauarbeiten geschlossen. Schräg gegenüber entstand 2004 in einem historischen Stadtbad die Regionale Kunstgalerie mit einer eindrucksvollen Sammlung europäischer Kunst.

foto: (c) Jiří Částka, www.MediaFoto.cz

Die Stars im 1904 eröffneten Zoologischen Garten sind weiße Tiger. Darüber hinaus  gibt es auf dem 14 Hektar großen Gelände am Rande der Stadt rund 160 weitere Tierarten zu erleben. Am Rande der Altstadt entstand vor wenigen Jahren das moderne Wissenschaftszentrum iQ LANDIA, in dem Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene spielerisch die Welt der Wissenschaften erkunden können. Die einzelnen iQ-Welten widmen sich unter anderem dem Kosmos, dem Menschen und auch der Sexualität. Zu dem Zentrum gehört ein Planetarium.

Liberec befindet sich etwa 70 km südwestlich vom Hirschberger Tal und Jelenia Góra. Auf dem Weg dorthin liegt die Stadt Jablonec nad Nisou (Gablonz an der Neiße), die schon seit Jahrhundert ein Zentrum der Glas- und Schmuckindustrie ist. Deren Geschichte widmet sich das Glas- und Bijouteriemuseum im Stadtzentrum. Zu den ungewöhnlichsten Exponaten gehört eine 220 Meter lange Perlenkette, die von örtlichen Kunststudenten hergestellt wurde.

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Swieradów Zdrój (Bad Flinsberg) – Traditionsreicher Kurort https://talderschloesser.de/swieradow-zdroj-bad-flinsberg-traditionsreicher-kurort/ https://talderschloesser.de/swieradow-zdroj-bad-flinsberg-traditionsreicher-kurort/#respond Thu, 12 Mar 2020 12:43:08 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2598 Das angenehme Mikroklima, die warmen Föhnwinde, Heilwasserquellen sowie seltene Radonvorkommen haben den Kurort Świeradów Zdrój (Bad Flinsberg) im Dreiländereck Polen-Deutschland-Tschechien bekannt gemacht. Diese Naturschätze kurieren und lindern Schmerzen seit mehr als 500 Jahren. Die Kleinstadt im Isergebirge ist seit fast 250 Jahren ein bekannter und beliebter Kurort. Die ansprechende Kurarchitektur lädt zum Verweilen ein, etwa [...]

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Das angenehme Mikroklima, die warmen Föhnwinde, Heilwasserquellen sowie seltene Radonvorkommen haben den Kurort Świeradów Zdrój (Bad Flinsberg) im Dreiländereck Polen-Deutschland-Tschechien bekannt gemacht. Diese Naturschätze kurieren und lindern Schmerzen seit mehr als 500 Jahren.

Die Kleinstadt im Isergebirge ist seit fast 250 Jahren ein bekannter und beliebter Kurort. Die ansprechende Kurarchitektur lädt zum Verweilen ein, etwa in der 1899 aus Lärchenholz gebauten  längsten Wandelhalle Niederschlesiens mit einem 46 Meter hohen Uhrturm oder  im nahegelegen Kurpark mit denkmalgeschützten Villen und üppigen Rhododendrensträuchern. Im Zentrum gibt es eine Reihe von schönen Villen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert.

Viele Rad- und Wanderwege in einer naturbelassenen Landschaft stehen den Besuchern zur Verfügung. Auch wenig trainierte Radfahrer können mit der Gondelbahn zum 1107 m hohen Stóg Izerski (Heufuder) fahren und von dort eine Bergradtour machen. Świeradów-Zdrój ist ein geschätzter Wintersportort mit sieben Skiliften. Unmittelbar an der Gondelbahn befindet sich eine 2.500 Meter lange beleuchtete Piste mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen. Ski-Langläufer finden dort gut präparierte Loipen.

Wintersportbegeisterte finden ideale Bedingungen auch jenseits der polnisch-tschechischen Grenze vor, zum Beispiel bei Nové Město pod Smrkem (Neustadt an der Tafelfichte). Der Ort zu Füßen des höchsten Bergs im Isergebirge, des 1.142 m hohen Smrk (Tafelfichte), liegt an der berühmten Iser-Magistrale, einer 170 km langen Loipe. Der Ort ist auch beliebt bei Mountainbikern. Die rund 70 Kilometer langen Trassen des Singletrek pod Smrkem, zählen zu den besten in Europa.

Świeradów Zdrój liegt etwa 35 km südwestlich vom Hirschberger Tal und Jelenia Góra.

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Bolesławiec (Bunzlau) – Stadt des Tons https://talderschloesser.de/boleslawiec-bunzlau-stadt-des-tons/ https://talderschloesser.de/boleslawiec-bunzlau-stadt-des-tons/#respond Thu, 12 Mar 2020 12:33:32 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2571 Keramik aus Bunzlau genießt in aller Welt einen guten Ruf. Im heutigen Bolesławiec widmen sich viele Manufakturen der Produktion von Tonwaren. Einige der schönsten Exemplare aus den vergangenen Jahrhunderten sind im örtlichen Museum zu sehen. Jedes Jahr im August, während der Tage der Keramik, findet ein Umzug statt, für den sich die Teilnehmenden von Kopf [...]

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Keramik aus Bunzlau genießt in aller Welt einen guten Ruf. Im heutigen Bolesławiec widmen sich viele Manufakturen der Produktion von Tonwaren. Einige der schönsten Exemplare aus den vergangenen Jahrhunderten sind im örtlichen Museum zu sehen. Jedes Jahr im August, während der Tage der Keramik, findet ein Umzug statt, für den sich die Teilnehmenden von Kopf bis Fuß mit Ton beschmieren.

Eine grüne Promenade umgibt anstelle der früheren Stadtmauern das Zentrum der rund 50.000 Einwohner zählenden Stadt. Die Mauer blieb nur in Fragmenten erhalten. Mittelpunkt der Altstadt ist der Rynek (Ring).  Im Zentrum erhebt sich das alte Rathaus, dessen Geschichte bis ins späte 15. Jahrhundert zurückreicht. Es präsentiert sich heute in einer Mischung aus Elementen der Renaissance und des Barocks. Ein Blickfang sind die Sgraffitos an der Außenmauer. Bunte Bürgerhäusern aus verschiedenen Epochen umgeben de Marktplatz. Einige der dortigen Restaurants haben schon eine Jahrhunderte alte Tradition.

Das 1908 eröffnete Keramikmuseum in der ul. Mickiewicza 13 widmet sich der Töpferkunst in der Stadt. Zu sehen sind meisterhafte Exponate aus mehreren Jahrhunderten. Zu den sehenswertesten Gebäuden der Stadt gehört die spätgotischen Kirche Maria Himmelfahrt und St. Nikolai, deren Inneres nach einem Brand barock umgestaltet wurde. Am Rande der Stadt befindet sich eine der längsten Eisenbahnbrücken Europas. Sie wurde 1844-1846 im Stil eines römischen Aquädukts erbaut, misst 490 Meter und überquert den Fluss Bóbr (Bober).

In Bolesławiec gibt es zahlreiche Manufakturen, die eine Besichtigung der Produktion und einen Fabrikverkauf anbieten. Einige davon haben auch sonntags geöffnet. Der Welt der Keramik widmet sich auch ein Stadtfest, das jedes Jahr im letzten Augustwochenende veranstaltet wird. In diesem Rahmen findet auch die Gliniada, die Lehmparade, statt. Einige hundert Menschen ziehen dabei in weißer Kleidung und komplett mit Ton beschmiert durch die Stadt. Die besten Kostüme werden prämiert.

Etwa zehn Kilometer nordwestlich von Bunzlau liegt das Dorf Kliczków (Klitschdorf). Das vierflügelige Renaissanceschloss wurde Anfang des 21. Jahrhunderts wieder aufgebaut und beherbergt heute ein Hotel mit Restaurant. Im 50 Hektar großen Schlosspark an der Kwisa (Queiß) erinnert ein Gedenkstein an den Friedhof für Pferde und Hunde, den frühere Bewohner dort anlegen ließen.

Bolesławiec liegt etwa 55 km nördlich vom Hirschberger Tal und Jelenia Góra.

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Per Drahtesel von Schloss zu Schloss https://talderschloesser.de/per-drahtesel-von-schloss-zu-schloss/ https://talderschloesser.de/per-drahtesel-von-schloss-zu-schloss/#comments Thu, 12 Mar 2020 09:49:49 +0000 http://talderschloesser.de/?p=1583 Früher ließ sich der Adel in prächtigen Kutschen von Schloss zu Schloss fahren, heute ist der Drahtesel das ideale Gefährt, um die Schlösser- und Parklandschaft des Hirschberger Tals bei Jelenia Góra im Entspannungsmodus zu entdecken. Die Strecken sind kurz, die Steigungen meist moderat und wer es noch bequemer haben möchte, kann sich vor Ort auch [...]

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Früher ließ sich der Adel in prächtigen Kutschen von Schloss zu Schloss fahren, heute ist der Drahtesel das ideale Gefährt, um die Schlösser- und Parklandschaft des Hirschberger Tals bei Jelenia Góra im Entspannungsmodus zu entdecken. Die Strecken sind kurz, die Steigungen meist moderat und wer es noch bequemer haben möchte, kann sich vor Ort auch ein E-Bike ausleihen.
Vom gemütlichen Kurztrip über eine anspruchsvolle Tagestour bis zu einem mehrtägigen Schlösser-Hopping ist alles möglich. Die Königsstrecke ist die “Kulturroute durch das Tal der Schlösser und Gärten“. Die gesamte Trasse von etwa 100 Kilometer Länge lässt sich gut in Teilstrecken aufteilen und verbindet mehr als ein Dutzend Burgen und Schlösser. Startpunkt ist der Ritterturm in Siedlęcin (Boberröhrsdorf), unweit von Jelenia Góra, der mit einzigartigen mittelalterlichen Wandmalereien lockt. Die Tour endet an der Ruine der mittelalterlichen Burg Zamek Bolzów (Bolzenschloss) in Janowice Wielkie (Jannowitz). Beide Orte sind per Regionalbahn an Jelenia Góra angebunden, sodass eine bequeme Anreise und Rückfahrt möglich sind.

Auf der Strecke liegen die Schlosshotels von Pakoszów (Wernersdorf), Staniszów (Stonsdorf), Karpniki (Fischbach), Łomnica (Lomnitz) und Wojanów (Schildau), die sich für eine kurze Rast oder eine Übernachtung anbieten. Weitere Zwischenstationen sind die romantische Parkanlage von Bukowiec (Buchwald) und das heute als Schule genutzte ehemalige königliche Sommerschloss von Mysłakowice (Erdmannsdorf). Auf der Strecke liegt auch der traditionsreiche Kurort Cieplice (Bad Warmbrunn) mit dem prachtvollen Barockschloss der Grafen von Schaffgottsch, das heute Seminarräume der Technischen Universität von Wrocław (Breslau) beherbergt.

Einer der schönsten Abschnitte führt entlang des malerischen Bober-Tals zwischen Łomnica und Janowice. Die rund 20 Kilometer lange Strecke überbrückt gerade einmal 52 Höhenmeter und verläuft größtenteils auf ruhigen Nebenstrecken über asphaltierte Straßen. Auch ungeübte Radler können den Weg problemlos meistern und dabei die Panoramen der Rudawy Janowickie (Landeshuter Kamm), Góry Sokołe (Falkenberge) und Góry Kaczawskie (Bober-Katzbach-Gebirge) genießen. Ein kleiner Abstecher führt zu der untergegangenen Stadt Miedzianka (Kupferberg). Für den Aufstieg können sich Radler dort mit einem frisch gezapften Bier im neu eröffneten Brauhaus und einem traumhaften Blick auf die Berglandschaft belohnen.

Der Abschnitt von Łomnica nach Janowice ist auch ein Teil des Radwanderwegs ER6 “Dolina Bobry – Bobertal“ der Euroregion Neiße-Nisa-Nysa. Diese rund 122 Kilometer lange Strecke beginnt an der polnisch-tschechischen Grenze in Lubawka (Liebau) und führt stromabwärts über das Bober-Katzbach-Gebirge, durch das Hirschberger Tal und weiter bis in die Keramikstadt Bolesławiec (Bunzlau).

Wer auf einem der Schlosshotels seinen Urlaub verbringt, kann per Rad auch kürzere Ausflüge in die Umgebung unternehmen. Von Staniszów ist es nur ein Katzensprung zur Ruine des Jagdschlösschens in Marczyce (Markdorf), zum Stausee von Sosnówka oder zum Schloss der Brauerfamilie Spiż in Miłków (Arnsdorf). Vom Pałac Pakoszów führen Routen zum Wasserfall “Kropelka“ in Górzyniec (Hartenberg), zum historischen Elektrizitätswerk am Boberstausee in Wrzeszczyn (Boberrullersdorf), zum Gerhart-Hauptmann-Haus in Jagniątków (Agnetendorf) oder zum Schaffgottschen Schloss und Kurpark in Cieplice. Sehr sportlichen Fahrern empfiehlt Hotelmanager Dr. Christoph Hartmann eine Tour von Pakoszów auf die in 1260 Metern Höhe gelegene Vosecká bouda (Wossecker Baude) im tschechischen Teil des Riesengebirges. Auf der knapp 32 km langen Strecke müssen 800 Höhenmeter überwunden werden, “dafür erwarten die Radfahrer nach der Anstrengung kühle Getränke und ein fantastischer Blick“, schwärmt er.

Ein rund 20 Kilometer langer, leichter Rundkurs verbindet die Schlosshotels von Wojanów, Łomnica und Karpniki mit Bukowiec, wo man den ersten romantischen Landschaftspark Schlesiens erleben kann, der in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt wurde. Als Zwischenstopp bietet sich auch das Schweizerhaus an, die ehemalige Jagdhütte des Hohenzollernprinzen Wilhelm am Rande von Karpniki, heute eine beliebte Herberge für Wanderer und Radler in den Falkenbergen. “Die Strecke führt über kleine Straßen und schöne Waldwege“, betont Gabriela Duma vom Schlosshotel in Wojanów, die diese Tour sehr gerne ihren Gästen empfiehlt. Ambitionierteren Fahrern empfiehlt Elisabeth von Küster vom Schlosshotel in Łomnica eine Verlängerung der Tour über die Bergdörfer Gruszków (Bärndorf) und Struźnica (Neu-Fischbach) am Rande des Landschaftsparks des Landeshuter Kamms entlang bis nach Janowice. Von dort geht es entlang des Bobers wieder zurück, vorbei an der wildromantischen Ruine des Schlosses Bobrów (Boberstein).

 

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Faszinierende Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt https://talderschloesser.de/faszinierende-adersbach-weckelsdorfer-felsenstadt/ https://talderschloesser.de/faszinierende-adersbach-weckelsdorfer-felsenstadt/#respond Wed, 11 Mar 2020 12:29:55 +0000 https://talderschloesser.de/?p=2541 Über Jahrmillionen formten Wind, Sonne und Wasser eigenwillige Figuren in den Sandstein bei Adršpach (Adersbach) und Teplice (Weckelsdorf). Die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt im Norden Tschechiens ist ein beliebtes Ziel für Wanderer sowie Kletterer und diente bereits mehrfach als eindrucksvolle Filmkulisse. Durch bis zu 100 Meter tiefe und oft sehr schmale Schluchten, teils treppauf und treppab, führt [...]

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Über Jahrmillionen formten Wind, Sonne und Wasser eigenwillige Figuren in den Sandstein bei Adršpach (Adersbach) und Teplice (Weckelsdorf). Die Adersbach-Weckelsdorfer Felsenstadt im Norden Tschechiens ist ein beliebtes Ziel für Wanderer sowie Kletterer und diente bereits mehrfach als eindrucksvolle Filmkulisse.

Durch bis zu 100 Meter tiefe und oft sehr schmale Schluchten, teils treppauf und treppab, führt der Weg, vorbei an ungewöhnlichen Sandsteinfiguren, die Namen tragen wie der „Bürgermeister und seine Frau“, Raupe, Zuckerhut, Metzgerbeil oder Felskrone. Die vom Fluss Metuje durchflossene Wolfsschlucht trennt die kleinere Adersbacher von der größeren Weckelsdorfer Felsenstadt. Der Fluss wird am Ende der Schlucht aufgestaut und stürzt dann als 16 Meter hoher Wasserfall in die Tiefe.

Von den Parkplätzen bei Adersbach und Weckelsdorf aus führen mehrere markierte Wanderrouten durch das Gebiet. Allein für die Besichtigung der kleineren Adersbacher Felsenstadt kann man gut zwei Stunden einplanen, eine kleine Bootsfahrt inbegriffen.

Der Eintritt in die Adersbacher Felsenstadt ist ganzjährig möglich, von Weckelsdorf aus nur in der Sommersaison zwischen Mai und Oktober. Die kürzeste Route vom Hirschberger Tal um Jelenia Góra nach Adersbach misst etwa 60 Kilometer. Sie führt südwärts über Krzeszów (Grüssau) und den polnisch-tschechischen Grenzübergang bei Mieroszów (Friedland).

Nur wenig länger ist die Route über den Grenzübergang bei Chełmsko Śląskie (Schömberg). In der Gemeinde befindet sich ein sehenswertes Ensemble von alten hölzernen Weberhäusern aus dem frühen 18. Jahrhundert. Es heißt „12 Apostel“, weil es früher aus zwölf nebeneinander liegenden Holzlaubenhäusern bestand. Elf davon blieben bis heute erhalten.

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