Der Beitrag Joanna Bator erhält Riesengebirgs-Literaturpreis erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
]]>Joanna Bator wurde 1968 in Wałbrzych (Waldenburg) geboren und lebt heute am Rande von Warschau. 2013 wurde sie für ihren Roman “Ciemno, prawie noc” mit dem wichtigsten polnischen Literaturpreis, Nike, geehrt. Der Roman wurde unter dem Titel “Dunkel, fast nacht” wie auch einige andere Werke der Autorin ins Deutsche übersetzt. Die deutsch-polnische Jury des Riesengebirgspreises hat bei ihrer Sitzung auf Schloss Pakoszów (Wernersdorf) zudem Małgorzata Lutowska und Marcin Wawrzyńczak als Preisträger der beiden Sonderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro benannt. Beide befassen sich in ihren Arbeiten mit der Region Niederschlesien. Der VSK will mit dem Riesengebirgspreis herausragende Leistungen auf dem Geblet der Literatur würdigen, die sich durch besondere humane Gesinnung auszeichnen und dem Geist der Verständigung dienen.
www.vskschlesien.de
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]]>Der Beitrag Von Umgebinde und Sudetenhaus erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
]]>Bereits zum dritten Mal veranstaltete der Verein zur Pflege schlesischer Kunst und Kultur (VSK) den Denkmalschutzwettbewerb “Denkmal – denk mal dran!” Den ersten Preis erhielten in diesem Jahr gleich zwei Bauwerke, die für die traditionelle Bauweise Niederschlesiens und der Lausitz stehen. Den Wettbewerb lobt der VSK gemeinsam mit der Stiftung OP ENHEIM aus Wrocław (Breslau) aus.
Ziel von „Denkmal – denk mal dran!“ ist es, private Eigentümer, Vereine oder vergleichbare Institutionen dazu zu ermuntern, in Objekte von historischer oder kunstgeschichtlicher Bedeutung zu investieren und diese zu erhalten oder wiederherzustellen. Der Jury gehörten unter anderem Agnieszka Bormann vom Schlesischen Museum zu Görlitz und der VSK-Vorsitzende Christopher Schmidt-Münzberg an.
Der erste Platz ging in diesem Jahr gleich an zwei Gebäude, die für jahrhundertealte Bautraditionen stehen. In Grabiszyce Średnie (Mittelgerlachsdorf) bei Lubań (Lauban) ist es ein Umgebindehaus. Dieser Bautyp ist vor allem für die Niederschlesische Oberlausitz charakteristisch. Er verbindet Mauer-, Fachwerk- und Holzbauweise. Der Name kommt von den Holzstützen, auf denen das erste Obergeschoss aufsitzt und die eine Blockstube im Erdgeschoss umgeben. Die ältesten erhaltenen Umgebindehäuser datieren auf das 16. Jahrhundert. Das Haus in Grabiszyce Średnie wurde zwei Jahre lang aufwendig saniert. Alle Holz- und Fachwerkelemente mussten komplett von Putz befreit werden.
Der andere erste Platz ging an ein Sudetenhaus in Stary Gierałtów (Alt Gersdorf) im Glatzer Bergland. Das etwa 250 Jahre alte Gebäude sticht vor allem durch die sogenannte Kreuzstube hervor. Dabei handelt es sich um ein vorgezogenes Zimmer im Obergeschoss, das sich auf Pfosten ruhend über dem Eingang befindet und von einer Galerie umgeben ist. Das Sudetenhaus vereint Holzblockbauweise mit Mauerwerk. Den zweiten Platz erhielt das Hotel Dzikie Róże (Wildrosen) in Janice (Johnsdorf), ein altes Hofensemble aus dem 18. Jahrhundert. Mit einer Anerkennung wurde das Projekt „Neues Leben des Matthäus – Rekonstruktion der St. Matthäuskirche in Uniemyśl/Berthelsdorf“ des Stowarzyszenie ??
Der in Görlitz beheimatete VSK hat sein Vereinszentrum auf Schloss Łomnica (Lomnitz). Mitglieder aus Deutschland und Polen widmen sich seit fast 20 Jahren gemeinsam der Pflege schlesischer Kunst und Kultur. Diesem Ziel soll auch der Wettbewerb dienen, mit dem die fachgerechte Restaurierung von Gebäuden, Parks oder technischen Denkmälern in Schlesien gefördert werden soll. Die Stiftung OP ENHEIM bezog 2018 ihren Sitz im neuen Kunst- und Kulturzentrum mit Galerie in der Altstadt von Wrocław. Die Geschichte des barocken Bürgerhauses am Breslauer Salzmarkt reicht bis in das 13. Jahrhundert zurück. Seit 1810 befand es sich im Besitz der jüdischen Familie Oppenheim und gelangte später durch eine Schenkung in den Besitz der Jüdischen Gemeinde. Diese wurde von den Nationalsozialisten 1941 enteignet. Als einziges Gebäude am Salzmarkt überstand es den Zweiten Weltkrieg und beherbergte danach polnische Mieter.
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]]>„Wir waren in den letzten Jahren in Spanien unterwegs, aber diesmal möchten wir den Jakobsweg in Polen erwandern.“ Solche und ähnliche Anfragen von Interessierten hat Emil Mendyk in den vergangenen Monaten sehr häufig am Telefon gehört und in Mails gelesen. „Corona führte dazu, dass viele Pilger ihre Routen änderten“, sagt er. „Anders als in Spanien, wo in den vergangenen Jahren jeweils mehrere Hunderttausend Wanderer auf dem Jakobsweg unterwegs waren, kann man auf dem mehr als 5.000 Kilometer langen Wegenetz in Polen noch für sich sein.“ Doch auch dort erklingt immer häufiger der internationale Pilgergruß „Buen Camino“. Eine der zahlreichen Route führt durch das Hirschberger Tal.
Emil Mendyk ist Vorsitzender des Vereins der Freunde des Jakobswegs in Polen, der sich dort um rund die Hälfte des Netzes von Jakobswegen kümmert. Andere Teile werden von lokalen und regionalen Initiativen betreut. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass die Wege gepflegt werden. Mit Hilfe von regionalen Fördermitteln konnte allein im vergangenen Jahr auf rund 600 Kilometer Länge die Beschilderung erneuert werden. Außerdem hat der Verein die Wege digital erfasst und ins Internet gestellt. So können Interessierte auf zwei mehrsprachigen Websites den Verlauf der Strecke anschauen und finden dort Informationen über die Streckenbeschaffenheit, Sehenswürdigkeiten oder Unterkünfte. E-Books mit detaillierten Beschreibungen gibt es bisher nur in polnischer Sprache.
Das gesamte Netz der Jakobswege umfasst Strecken von mehr als 5.000 Kilometer, meist führen sie über Feld- und Waldwege, seltener über wenig befahrene Nebenstraßen. Drei große Hauptwege durchqueren Polen. Ganz im Norden verläuft der Pommersche Jakobsweg entlang der Ostseeküste. Eine zweite Hauptroute verläuft von Litauen kommend quer durchs Land bis nach Görlitz. Diese Route vereint sich wenige Kilometer von Görlitz mit dem Pilgerpfad entlang der historischen „Via Regia”. Der kommt aus Richtung L’viv (Lemberg) in der Ukraine und führt über Kraków (Krakau) und Wrocław (Breslau) Richtung Westen.
Darüber hinaus gibt es zahlreiche Zubringer. Dazu gehört auch der 105 Kilometer lange Sudetenweg, der im Glatzer Bergland beginnt und vorbei am weltberühmten Kloster von Krzeszów (Grüssau) führt. Über Kowary (Schmiedeberg) am Rande des Riesengebirges gelangt man auf dem Sudetenweg auch ins Hirschberger Tal. Die Route führt durch den romantischen Landschaftspark von Bukowiec (Buchwald), weiter nach Mysłakowice (Zillerthal-Erdmannsdorf) mit dem ehemaligen preußischen Königsschloss und vorbei an Łomnica (Lomnitz). Nach einem kleinen Abstecher durch den langgestreckten Ort gelangt man dort zum Schloss und Gut von Lomnitz mit dem gerade erst wiederaufgebauten Bethaus. Von Lomnitz führt der Pilgerpfad weiter durch das Zentrum von Jelenia Góra (Hirschberg) und über Gryfów Śląski (Greifenberg) bis nach Lubań (Lauban), wo er auf die beiden Hauptrouten Richtung Görlitz trifft. Letztlich haben alle Wege die Kathedrale im nordspanischen Santiago de Compostela zum Ziel, wo sich in einem Schrein die Gebeine des Apostels Jakobus befinden sollen.

ZOFIA I MAREK BAZAK PIELGRZYM NA SZLAKU
Gelegentlich begleitet Emil Mendyk, der hauptberuflich als Reiseführer in seiner Heimat Niederschlesien arbeitet, auch kleinere Gruppen auf Abschnitten des Jakobswegs, meist sind es aber individuelle Pilger, die sich auf den Weg machen, sich von dem Symbol der gelben Jakobsmuschel auf blauem Grund leiten lassen, die innere Einkehr oder auch eine persönliche Herausforderung suchen. Unterwegs können sie in Jugendherbergen, auf Ferienbauernhöfen oder in kleinen Pensionen übernachten. Übernachtungsmöglichkeiten in Klöstern oder in Pfarrgemeinden gebe es in Polen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern noch wenig, meint Emil Mendyk. „Dort ist man bisher eher auf größere Wallfahrten eingestellt.“ Individuelle Pilgertouren seien eher selten, würden aber seit einigen Jahren immer populärer. Auch von deutschen Gästen erhält Mendyk immer mehr Anfragen
Ein Pilgerpass kann zum Preis von umgerechnet etwa vier Euro über die Website des Verbands www.camino.net.pl bestellt werden. Auf der Seite gibt es auch interaktive Karten der einzelnen Routen sowie zahlreiche weitere Informationen in deutscher Sprache. Detaillierte Karten und Routenbeschreibungen in deutscher Sprache gibt es auch auf der Seite www.camino-europe.eu, die die Jakobswege in Polen und mehreren anderen europäischen Ländern präsentiert.
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]]>Der Beitrag Wird Hollywood historische Brücke sprengen? erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
]]>Neben Eisenbahnliebhabern hat auch die Landeskonservatorin der Woiwodschaft Dolnośląskie (Niederschlesien) bereits Widerstand angekündigt. So soll das seit Jahren vor sich hin rostende Bauwerk zum Denkmal erklärt werden. Brisant ist, dass die Woiwodschaft die Strecke ohnehin reaktivieren wollte und kurz vor der Übernahme der einstigen Bobertalbahn von Jelenia Góra (Hirschberg) nach Żagań (Sagan) steht. Die technisch außergewöhnliche Brücke sollte danach Teil der neu entstehenden Niederschlesischen Route der Technikdenkmäler sein.
Mittlerweile hat sich auch der Präsident des Internationalen Komitees für den Erhalt der Industriedenkmäler, der Schotte Miles Oglethorpe in einem Brief an Premier Morawiecki für den Erhalt der Brücke ausgesprochen. Der in der Region tätige Architekt Christopher Schmidt-Münzberg schätzt den Zustand der Brücke anders ein, als die polnische Bahngesellschaft PKP: „In Rücksprache mit verschiedenen, mir bekannten Bauingenieuren und Stahlbaufachleuten bin ich davon überzeugt, dass die Brücke immer noch ordentlich restauriert werden kann“. Schmidt-Münzenberg, der sich dafür einsetzt, “diese Barbarei“ zu verhindern, ist verantwortlich für den Erhalt und Ausbau von Schloss Pakoszów (Wernersdorf) im nahe gelegenen Hirschberger Tal.
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]]>Wer aus Richtung Berlin ins Hirschberger Tal fährt, kann den Weg über die idyllische Löwenberger Schweiz und die kleine Kreisstadt Lwówek Śląski wählen. Die am Fluss Bóbr (Bober) gelegene Kleinstadt liegt etwa 35 Kilometer von Jelenia Góra (Hirschberg) entfernt. Sie rühmt sich einer der ältesten Brauereien Europas, die im Jahre 1209 gegründet und nach längerem auf und ab seit kurzem von den bekannten Craftbier-Brauern von Doctor Brew aus Wrocław (Breslau) betrieben wird.

Von der einst sehenswerten Löwenberger Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg und in der Nachkriegszeit ein großer Teil zerstört. Nur wenige historische Bürgerhäuser, einige Sakralbauten und Teile der Stadtmauer mit zwei Tortürmen blieben bis heute erhalten. Das eindrucksvollste Bauwerk ist das Löwenberger Rathaus mit seinem mächtigen Turm, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht. Der bekannte Architekt Prof. Hans Poelzig, der unter anderem als Direktor der Breslauer Kunstgewerbeschule wirkte, schuf Anfang des 20. Jahrhunderts einen mit Arkaden versehenen Anbau. Während das Rathaus den Zweiten Weltkrieg nur mit geringen Schäden überstand, brannte ein anderer Poelzig-Bau in den letzten Kriegstagen bis auf die Grundmauern ab. Eine Initiative möchte an die bedeutende Geschichte des Bauwerks erinnern und setzt sich für einen Wiederaufbau ein.
Poelzig hatte 1909 den Auftrag erhalten, für den Löwenberger Apotheker Max Zwirner ein repräsentatives Wohnhaus zu erbauen. Die im volkstümlichen Stil entstandene Villa oberhalb des Bober war zunächst als „Haus Fichteneck“ bekannt. Nach Zwirners Tod musste seine Ehefrau das stattlich Anwesen 1926 verkaufen. Erworben wurde es von der Schlesischen Jungmannschaft, die zum bündischen Jugendverband Deutsche Freischar gehörte. Das Gebäude wurde in Boberhaus umbenannt und diente in den folgenden Jahren der Jugendarbeit, anfangs auch für ausländische Jugendliche.
Eng verbunden mit dem Boberhaus war auch Helmut James Graf von Moltke, später einer der führenden Köpfe der Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises. Er fand dort auch weitere Mitstreiter seines Kreises. Dem Beirat des Hauses gehörten unter anderem der Schriftsteller Gerhart Hauptmann und der SPD-Abgeordnete und Reichstagspräsident Paul Löbe an. Im Jahr 1937 übernahm die NSDAP das Gebäude, beendete endgültig die fortschrittliche Jugendarbeit und nutzte das Gebäude später als Jugendherberge, Wehrmachts-Lazarett sowie Lager für Zwangsarbeiterinnen.
Nach dem Krieg verblasste die Erinnerung an die einstige Bildungsstätte. Dann nahm sich ein deutsch-polnisches Projekt des Boberhauses an. Der Städtepartnerschaftsverein aus dem sächsischen Heidenau befasste sich gemeinsam mit dem LTR Lwówek Śląski mit der Geschichte des Hauses. Gemeinsam stellte man vier zweisprachige Erinnerungstafeln auf, von denen sich eine nahe der Ruine an der ul. Polna befindet, eine weitere unweit des Rathauses.
Aus der erfolgreichen Zusammenarbeit entwickelte sich die Idee, ein „Boberhaus II“ nach dem Vorbild des alten Boberhauses als Europäisches Jugendhaus neu entstehen zu lassen. Nach Angaben von Mitinitiator Werner Guder zeigten Politiker beider Länder, wie der Löwenberger Landrat Daniel Koko oder Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, bereits Interesse für die Idee.
Modellbauer Rainer Dierchen erstellte ein originalgetreues Modell des Boberhauses im Maßstab 1:87. Es soll zunächst auf Reisen geschickt werden, um für die Idee des Wiederaufbaus zu werben, und dann seinen festen Platz in Löwenberg finden. Werner Guder erhofft sich für seine Initiative eine ähnliche Wirkung wie beim Bethaus Schönwaldau. Hier warb man auch mit einem Modell des Gebäudes für den Wiederaufbau. Schließlich gelang es dank vieler Spender, eine Kopie des Bethauses im Schlosspark von Łomnica (Lomnitz) wiederentstehen zu lassen.
Weitere Informationen zu dem Projekt bei Werner Guder, Tel. 0351/2815616, [email protected]
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]]>Der Beitrag Käsespezialitäten aus dem Hirschberger Tal erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
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Angefangen hatte alles ganz anders: Die Sokołowskis betrieben in Jelenia Góra eine Computerfirma und wollten sich nur einen ruhigen Alterssitz im Grünen aufbauen. Die Ziegen schafften sie damals an, um den Rasen kurz zu halten und etwas allergikergeeignete Milch für den Enkel zu haben. Schnell stellte sich heraus, dass die beiden Ziegendamen Baśka und Condolizza mehr Milch gaben, als getrunken werden konnte. Mithilfe eines Landfrauenratgebers aus dem frühen 20. Jahrhundert und den Tipps der Schwiegermutter stellte Bożena Sokołowska den ersten Labkäse nach traditionell ostpolnischer Art her.
“Natürlich kann man unseren Käse auch einfach auf Brot essen, wenn man hungrig ist. Am besten schmecken sie aber, wenn man sie unter guten Freunden mit einem schönen Glas Wein genießt“, erklärt Bożena Sokołowska. “Auch nach zehn Jahren ist immer wieder eine kleine Dosis Adrenalin dabei, wenn ich etwas Neues ausprobiere“, schmunzelt die lebensfreudige Seniorin. Es gebe eine Vielzahl von Faktoren, die zu beachten sei, von der Jahreszeit über das Futter der Ziegen bis hin zur Milchqualität. Ein gutes Produkt zeichne sich aber nicht nur durch einen unnachahmlichen Geschmack, sondern auch durch wiederholbare Produktionsfähigkeit aus. Frische Minze, Bärlauch, Ingwer oder Schwarzkümmel verleihen dem gereiften Käse, der eine angenehm milde Ziegennote trägt, einen zusätzlichen Pfiff. Das Sortiment wurde im Laufe der Zeit auch um Käsesorten aus Kuhmilch erweitert. Wer sich von der Qualität der Biokäsesorten überzeugen will, kann sie neben Butter, Milch und Joghurt im Milchladen (Hala Mleczna) in Lomnitz und im Gutshof von Schloss Lomnitz kaufen.
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]]>Der Beitrag Adventsmärkte rund um das Hirschberger Tal erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
]]>Vom 13. bis 15. Dezember kommt auch in der Altstadt von Jelenia Góra (Hirschberg) feierliche Stimmung auf. Dann findet auf dem Marktfest der traditionelle Weihnachtsmarkt mit Glühwein, Kunsthandwerk und Geschenkideen statt. Für den Nachwuchs gibt es verschiedene Mitmachaktionen, auf der Bühne finden regelmäßig musikalische Darbietungen rund um Advent und Weihnacht statt. Wunderschön ist auch das “Schweidnitzer Weihnachtssingen” im rund eine Stunde entfernten Świdnica (Schweidnitz). Dieser dortige Weihnachtsmarkt findet in diesem Jahr vom 13. bis 22. Dezember statt. Auf dem historischen Marktplatz warten rund 40 weihnachtliche Stände auf Besucher. Weihnachtskonzerte, Tanzvorführungen sowie eine große Parade der Engel bilden das kulturelle Rahmenprogramm.
Einen Abstecher wert sind auch die Weihnachtsmärkte im tschechischen Teil des Riesengebirges. So lädt der direkt hinter der polnisch-tschechischen Grenze gelegene Wintersportort Harrachov (Harrachsdorf) vom 27. Dezember bis 1. Januar zum Handwerkermarkt mit traditionellen Glasprodukten der Region sowie zünftigem Met und Trdelník ein. Den slowakischem Stockkuchen gibt es auch in der Bezirksstadt Trutnov (Trautenau) am anderen Ende des Riesengebirges. Vom 16. bis 22. Dezember findet der dortige Weihnachtsmarkt statt. Vor der sehenswerten Kulisse der historischen Altstadt präsentieren Kunsthandwerker ihre Produkte, können Kinder an verschiedenen Aktionen teilnehmen und alle Besucher das weihnachtliche Bühnenprogramm verfolgen.
Etwas weiter weg ist die niederschlesische Hauptstadt Wrocław (Breslau). Dort findet vom 22. November bis 31. Dezember einer der schönsten und größten Weihnachtsmärkte des ganzen Landes statt. Rund um den Rynek, den historischen Marktplatz, können die Besucher in mehr als 250 festlich dekorierten Holzhütten eine kulinarisch-weihnachtliche Rundreise um den Globus unternehmen. Im Märchenwald warten Rotkäppchen, Schneewittchen und Pinocchio auf die kleinsten Gäste. Nicht fehlen dürfen die Breslauer Zwerge, die neuen Wahrzeichen der Stadt. Wer die Mütze des Geschenkezwergs Prezentuś dreimal berührt, dessen Wünsche sollen in Erfüllung gehen.
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]]>Im Kurort Cieplice Śląskie-Zdrój (Bad Warmbrunn) wurde eine neue Promenade an der Kamienna (Zacken) fertiggestellt. Die Stadtverwaltung von Jelenia Góra (Hirschberg), zu dem der historische Kurort gehört, sowie die Kurgesellschaft haben in den vergangenen Jahren massiv in die Aufwertung der Infrastruktur investiert und wollen mit der Maßnahme einen wichtigen Teil abschließen.
Der Uferabschnitt zwischen ul. Cieplicka und ul. Piotra Ściegiennego war über Jahrzehnte vernachlässigt worden. Er befindet sich direkt hinter dem historischen Ensemble aus ehemaligem Zisterzienserkloster, Johanniskirche und dem Długi Dom (Langen Haus). Im einstigen Propsteihof des Klosters ist seit 2013 das naturkundliche Museum von Jelenia Góra untergebracht. Die Promenade ist nun komplett dem Fußgänger- und Radverkehr vorbehalten. Sie wurde mit neuem Pflaster, historisierenden Laternen und Sitzmöbeln ausgestattet. Nach der Fertigstellung sollen zudem ein Miniatur-Gradierwerk sowie ein Café-Betrieb eröffnen. Neu gestaltet wurden auch sämtliche Grünflächen mit Bäumen, Sträuchern und Blühpflanzen.
Cieplice liegt jeweils nur rund zehn Autominuten von den Schlosshotels Pakoszów (Wernersdorf) und Staniszów (Stonsdorf) entfernt. Der historische Ortskern mit dem Palais der Familie Schaffgotsch und dem anschließenden Kurpark sowie dem historischen Klosterkomplex zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Region.
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]]>Der Beitrag Online in Karpacz erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
]]>Seit kurzem können Besucher von Karpacz (Krummhübel) kostenlos im Internet surfen. Das Ausflugsziel am Fuße der Śnieżka (Schneekoppe) hat an neun Orten neue Hot-Spots errichten lassen. Die Anlagen sind Teil des Projekts Smart City, das die Digitalisierung in dem Riesengebirgsort fördern will. Jeder Hotspot wird über ein Photovoltaik-Panel mit dem nötigen Strom versorgt und ermöglicht den Nutzern nicht nur einen drahtlosen Netzzugang, sondern auch eine Lademöglichkeit für das eigene mobile Gerät. Die Hot-Spots befinden sich unter anderem an verschiedenen Punkten der Flaniermeile ul. 3 Maja, dem Spielzeugmuseum im Bahnhof sowie am Stadion.
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Auf drei Etagen des barocken Schlosses von Łomnica (Lomnitz) können Besucher eine Zeitreise durch drei Jahrhunderte unternehmen. Dabei tauchen sie ein in die Lebensgeschichten der früheren Besitzer, ihrer Familien und der Bediensteten und erleben die Veränderungen im Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten. Das als deutsch-polnisches Projekt mit finanzieller Unterstützung der EU entstandene neue Schlossmuseum wurde am 17. März 2019 offiziell eröffnet.
Das im Jahre 1720 erbaute Barockschloss von Lomnitz gehörte über mehrere Generationen im 18. Jahrhundert einer Dynastie reicher Leinenhändler. Deren große Zeit endete, als billige Baumwolle und industriell gefertigte Waren den Markt überschwemmten. Doch Lomnitz erlebt bald danach eine neue Blüte, als im Laufe des 19. Jahrhunderts die preußische Königsfamilie im Hirschberger Tal ihre Sommerresidenzen bauen lässt und mit ihr viele Adelige und Künstler die romantische Landschaft am Rande des Riesengebirges für sich entdecken. Der preußische Gesandte Carl Gustav Ernst von Küster übernimmt das Anwesen, lässt das Schloss im Stil der damaligen Zeit klassizistisch umbauen, bringt von seinem Aufenthalt am Hof von Neapel ein wenig italienisches Flair mit nach Lomnitz und baut dort eine moderne Landwirtschaft auf.
Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt das Anwesen im Besitz der Familie von Küster, dann wird Lomnitz zu Łomnica und eine landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft übernimmt den Gutshof. In das Schloss zieht später eine Schule, im Sommer wird der Park zum Ferienlager. Mit der Zeit verfällt das Anwesen, die Schule zieht nach einem Brand aus, das Schloss verkommt zur Ruine. So finden es Elisabeth und Ulrich von Küster vor, als sie 1991 zum ersten Mal das ehemalige Familienanwesen besuchen. Beherzt greift das junge Paar bei einer Auktion zu, schafft Schritt für Schritt, was anfangs kaum einer für möglich gehalten hat. Lomnitz wird gerettet, Schloss und Gut sind heute eine der größten Touristenattraktionen im Südwesten Polens. Das Beispiel machte Schule und so hauchten auch andere deutsche und polnische Idealisten den alten Schlossruinen im Hirschberger Tal neues Leben ein.
Von dieser wechselhaften Geschichte erzählt die neue Dauerausstellung über „Drei Jahrhunderte Leben in Schloss Lomnitz“. 18 Räume sind dort mit zeitgenössischem Mobiliar im Stil unterschiedlicher Epochen ausgestattet. Der Rundgang führt in das Büro eines reichen Leinenhändlers, das sizilianische Kabinett oder den Teesalon aus der Zeit des Biedermeiers, in die historische Schlossküche im Gewölbekeller und ein Schulzimmer aus den Zeiten der polnischen Volksrepublik. Moderne Technik lässt die Geschichte lebendig werden. So sind Besucher mit ihrem Tablet oder Smartphone bei den Geschäften des Leinenhändlers Mentzel oder den Festen der Familie von Küster dabei, tauchen ein in den Alltag der Küchenmädchen oder erleben eine Schulstunde mit.
Monatelang haben die Macherinnen der Ausstellung Archive gewälzt, nach passender Garderobe gesucht, Details zusammengetragen. Herausgekommen sind dabei mehr als 60 Filmsequenzen, in denen professionelle Schauspieler und Laien Szenen aus den vergangenen drei Jahrhunderten nachspielen. Ein Teil der Filme ist eigens für Kinder und Jugendliche vorbereitet worden. In ihnen führen sechs Mädchen und Jungen durch die verschiedenen Epochen und lüften dabei allerlei Schloss-Geheimnisse. Besucher können ihren Rundgang individuell gestalten und die Szenen einzeln in polnischer, deutscher oder englischer Sprache abrufen. Für Gruppen gibt es zudem geführte Touren durch die Räume mit einem Überblicksfilm zur Schlossgeschichte.
In Lomnitz wurde bereits vor Jahren das kleinere Witwenschlösschen in ein familiäres Hotel verwandelt, der Schlosspark wieder in die Zeiten des berühmten preußischen Gartenbaumeisters Peter-Joseph Lenné zurückversetzt und der historische Küchengarten neu belebt. Der einstige Gutshof bietet heute Platz für Ställe, Schauwerkstätten, einen Leinenladen und ein Restaurant. Regionalmärkte auf dem Hof und in der Scheune ziehen regelmäßig Tausende Besucher aus Polen und Deutschland an. Das neue Schlossmuseum ergänzt dieses touristische Angebot.
Doch damit ist die Entwicklung noch nicht zu Ende. Denn bereits vor einigen Jahren beteiligte sich Schlossherrin Elisabeth von Küster an der Rettung der Ruine eines ehemaligen Bethauses in der Umgebung. Solche evangelischen Gotteshäuser waren früher in der Region sehr verbreitet. Die Reste des Fachwerkbaus wurden abgetragen, sorgsam restauriert und inzwischen auf dem Gelände von Schloss Lomnitz wiederaufgebaut. Im kommenden Jahr soll dort eine weitere Ausstellung entstehen, die sich der Kirchengeschichte in der Region widmet.
Informationen:
Schloss Lomnitz liegt im Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten, etwa eine Autostunde von Görlitz entfernt. Die neue Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Tablets können für die Rundgang ausgeliehen werden.
Der Beitrag Neues Museum auf Schloss Lomnitz eröffnet erschien zuerst auf Hirschberger Tal der Schlösser und Gärten.
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