Reisen nach Polen ab 13. Juni wieder möglich

Gute Nachricht für Touristen. Seit Sonnabend, 13. Juni, sind die Grenzen zwischen Polen und Deutschland wieder offen. Damit besteht auch die Möglichkeit, das Hirschberger Tal mit seinen Schlössern und Gärten wieder zu besuchen. Das bedeutet auch einen Hoffnungsschimmer für die Schlosshotels, die wegen der Corona-bedingten Einschränkungen und der Grenzschließungen monatelange Einnahmeverluste hatten. Nun hoffen sie, dass auch deutsche Gäste die Gelegenheit nutzen, ihren Urlaub im Hirschberger Tal zu buchen. Noch gelten in Polen wie auch in Deutschland strenge Hygiene- und Abstandsregeln, doch die Hotels wollen alle Möglichkeiten nutzen, ihren Gästen einen angenehmen und sicheren Aufenthalt zu ermöglichen.

„Unsere Einnahmen sind total weggebrochen“, berichtete Elisabeth von Küster zu Beginn des Lockdowns auf der Website ihres Schlosshotels in Łomnica (Lomnitz). Sie rief deshalb zum Kauf von Vouchern für spätere Hotelaufenthalte, Einkäufe im Gutsladen oder Essen im Restaurant auf, um die schwierigen Zeiten zu überbrücken. Die Zeit des Stillstands nutzte Frau von Küster, um notwendige und dekorative Arbeiten an Hauptschloss, am Hotel im Witwenschloss und vor allem am Park ausführen zu lassen. Seit 18. Mai hat sie das Restaurant im Gutshof wieder geöffnet. Seit Anfang Juni war das Hotel für polnische Gäste wieder geöffnet.

Auch die anderen Schlosshotels ließen die Wochen des Lockdowns nicht untätig verstreichen. So berichtete Paulina Serdyńska vom Schlosshotel Zamek Karpniki (Fischbach), dass sämtliche Zimmer aufgefrischt wurden, Bilder und Dekorationen aus den Archiven das Schloss nun noch hübscher machen und vor allem der Park komplett erneuert wurde. Die Wiederaufnahme des Betriebes für polnische Gäste erfolgte am 4. Mai.

 

Auch das Schlosshotel Staniszów (Stonsdorf) hat seit dem  4. Mai wieder geöfffnet, doch es fehlten die deutschen Besucher, die in dieser Zeit rund drei Viertel der Gäste stellen. Doch seit die Nachricht kam, dass Reisen nach Polen wieder möglich sind, kamen bereits zahlreiche Anfragen von deutschen Gästen, die ihre Reise verschieben mussten und nun buchen. Zum Neustart hat das Hotel ein Programm “Sommer in Stonsdorf” aufgelegt, das sieben Übernachtungen mit Halbpension umfasst. Neben Hotel und Restaurant ist auch der Pool wieder geöffnet und auch Massagen sind wieder möglich. Die Zeit des Lockdowns hat Hotelbesitzer Wacław Dzida nicht nur genutzt, den Schlosspark zu verschönern und durch einen Zaun vor ungebetenen Wildschweinen zu schützen. Er hat auch die Vorräte des schlosseigenen Kräuterlikörs aufgefüllt, dessen Zutaten er gemeinsam mit seinen Söhnen in der Region sammelt.

Das Schlosshotel in Pakoszów (Wernersdorf) empfing ab dem 8. Mai die ersten inländischen Gäste und hofft nun ebenfalls auf die Rückkehr der deutschen Stammkunden. Das Schloss übernimmt alles dafür dass sich die Gäste dort wohl und sicher fühlen können. So werden Zimmer, Restaurant, SPA-Bereich sowie der Aufzug regelmäßig desinfiziert, in den Zimmern und offenen Bereichen gibt es Desinfektionsmittel für die Besucher. Die Gäste können auf Wunsch ihre Verpflegung auch auf dem eigenen Zimmer einnehmen, die Gerichte werden unter sterilen Bedingungen vorbereitet. Genügend Abstand finden die Gäste auch beim Picknick im Schlosspark, für das sie einen prall gefüllten Picknickkorb mit Snacks aus der Schlossküche erhalten können.

Reisende müssen die geltenden Regeln beachten. So beträgt in Polen der Mindestabstand im öffentlichen Raum zwei Meter, ausgenommen sind Personen aus dem gleichen Haushalt. Unter freiem Himmel gibt es keine Maskenpflicht. Ein Mund-Nasenschutz muss aber getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, außerdem in Geschäften, öffentlichen Einrichtungen, Kirchen sowie im öffentlichen Nahverkehr. In Restaurants darf die Maske nach Erreichen des Tisches abgenommen werden.